16K3-Marsch: Gedenken an Gefallene und Verwundete

Gelsdorf. Die Deutsche Härtefallstiftung hat sich erneut mit einer Marschgruppe und einem Infostand am K3-Marsch beteiligt. Tanja Menz von der Härtefallstiftung hielt vor rund 450 Marschierern eine bewegende Gedenkansprache. Mit bundesweit über 26.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden in diesem Jahr alle Erwartungen übertroffen.

Das alljährliche Gedenken an die Gefallenen und Verwundeten des Karfreitagsgefechts 2010 hat mittlerweile Tradition. Und jedes Jahr nimmt die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu. Entlang der Strecke erinnerten Namensschilder an alle in Afghanistan gefallenen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr und vermittelten den Anwesenden das Gefühl, als würden diese den Marsch begleiten.

„Sie alle sind Hinterbliebene, Sie alle trauern – jeder auf seine eigene Art und Weise. Sie alle hat dieser Tag verändert und Sie alle werden diesen schweren Tag nie vergessen“, wandte sich Tanja Menz in ihrer Ansprache an alle Anwesenden.
Die stellvertretende Vorsitzende der Härtefallstiftung beschrieb den 2. April 2010 als Tag der Veränderung. „Nach dem Karfreitagsgefecht wurde das Wort ‚Gefallene‘ wieder öffentlich verwendet. Verwundete an Körper oder Seele wurden endlich ein wenig sichtbarer“, konstatierte Menz.

Zehn Monate nach dem Karfreitagsgefecht fiel auch Konstantin, der Sohn von Tanja Menz, in Afghanistan. Als Mutter und Hinterbliebene könne sie aus eigener Erfahrung sagen, dass es gut tue, zu sehen, dass die Gefallenen nicht vergessen seien. Zum Schluss wandte sich Menz mit einem persönlichen Appell an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
„Sie sind Teil der wichtigen Gedenkkultur der Bundeswehr. Sie bemühen sich, dieses Gedenken auch in die Bevölkerung zu tragen. Halten Sie daran fest, denn das tut allen Hinterbliebenen, ob Familie, Freunde oder Kameraden, immer wieder gut. Sie verhindern, dass vergessen wird.“

Der K3-Marsch ist ein jährlich stattfindender bundesweiter Gedenk- und Spendenmarsch, der an das Karfreitagsgefecht in Afghanistan erinnert. Am 2. April 2010 fielen drei deutsche Soldaten, acht wurden schwer verwundet. Initiiert wird der K3-Marsch von Catherina Lehmann (Café Viereck). Marschiert wird für einen guten Zweck. Begünstigter in diesem Jahr ist die Soldaten- und Veteranen-Stiftung (SVS), ein wichtiger Kooperationspartner der Deutschen Härtefallstiftung.

Gruppenaufnahme des Teams der Deutschen Härtefallstiftung bei der Veranstaltung: Von links nach rechts: Stabshauptmann Müller, Regierungsoberinspektorin Victor, Stellvertretende Vorsitzende Menz, Regierungsdirektor Kraft mit seinem Sohn, Generaloberstabsarzt a.D. Dr. med. Vorstandsvorsitzender Baumgärtner, Oberstabsgefreiter Jamour

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