Manni das Tragtier: Patenschaft mit Gebirgsjägerbrigade 23 besiegelt

Bad Reichenhall. Mitte Mai hat die Deutsche Härtefallstiftung die Patenschaft über ein Muli der Gebirgstruppe übernommen. Im Rahmen einer Feierstunde im Bereich des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Tragtierwesen 230 wurde „Manni, das Tragtier“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wie immer, wenn die Reichenhaller „Jager“ einladen, war die Reithalle der Hochstaufen-Kaserne gut gefüllt. In seiner Begrüßung betonte der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“, Brigadegeneral Michael Bender, wie wichtig es sei, der Fürsorge auf allen Ebenen gerecht zu werden. „Gemeinsam mit der Härtefallstiftung und dem Sozialwerk der Gebirgstruppe werden wir viel für notleidende Kameradinnen und Kameraden bewegen.“ Das Tragtier nehme den Menschen Lasten ab und sei ein sehr gelungenes Symbol für die zukünftige gemeinsame Arbeit.

Die Tragtiere der Gebirgstruppe werden dort eingesetzt, wo Menschen und Maschinen an ihre Grenzen stoßen. Im schwierigen Gelände sind die Mulis stets einsatzbereit und nehmen als „bester Kamerad“ den Soldatinnen und Soldaten Lasten ab. Auch dann, wenn Hubschrauber nicht mehr fliegen können. Zuverlässige Hilfe in subjektiv ausweglosen Notlagen sei auch für die Arbeit der Härtefallstiftung kennzeichnend, führte der Vorstandsvorsitzende der Härtefallstiftung, Oberst a.D. Bernhard Gertz, in seiner Ansprache aus.

„Wir verstehen uns als ‚Rettungsanker‘, wenn Menschen durch das Versorgungsnetz fallen und ihnen sonst keiner mehr helfen kann.“ Damit schließe sich der Kreis zur heutigen Veranstaltung, so Gertz. Die Idee zur Übernahme einer Patenschaft über ein Maultier der Gebirgstruppe sei in der Geschäftsstelle der Härtefallstiftung entstanden. „Die Kameradinnen und Kameraden in Reichenhall waren schnell von der Idee begeistert. Unser gemeinsames Vorhaben ‚Manni, das Tragtier‘ war geboren.“

Die Leiterin des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Tragtierwesen 230, Oberfeldveterinär Heike Henseler, stellte Manni der Öffentlichkeit vor: „Maultiere sind eine für unseren militärischen Einsatz in hervorragender Weise geeignete Züchtung. Mit der Kreuzung verbindet man die besten Eigenschaften von Esel und Pferd miteinander. Maultiere sind ausdauernd, trittsicher, zuverlässig und charakterstark.“ Kamerad Manni habe die Hufbrandnummer 55 und sei „ein geborener Sympathieträger“, so Henseler.

Nicht nur deshalb hat die Härtefallstiftung mehrere tausend Stofftiere von Manni produzieren lassen. Diese werden u. a. bei den MUTMACHER-Familienseminaren an Kinder von seelisch erkrankten Bundeswehrangehörigen ausgegeben. Auch das Sozialwerk der Gebirgstruppe e. V. erhält Exemplare für seine Arbeit. Eine Hüpfburg mit Manni befindet sich in der Produktion – Comic, Puzzle und Malbuch von Manni sind in Vorbereitung.

Im Vorlauf zur Feierstunde wurde mit dem Vorstandsvorsitzenden des Sozialwerks der Gebirgstruppe e. V., Oberst a.D. Manfred Benkel, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Neben einem regelmäßigen Meinungsaustausch zwischen beiden Institutionen soll das Zusammenwirken für Menschen in besonderen Notlagen gestärkt werden. Es ist erklärtes Ziel der Härtefallstiftung, im Rahmen ihres gemeinnützigen Engagements hilfreiche Projekte des Sozialwerks der Gebirgstruppe zu unterstützen.

„Hierdurch erhoffen wir uns, den Bekanntheitsgrad der Härtefallstiftung im süddeutschen Raum weiter zu steigern und alle die Menschen zu erreichen, die dringend unsere Unterstützung benötigen“, betonte Gertz in seiner Ansprache. Das gemeinsame Engagement hat bereits Früchte getragen: Im Frühjahr 2023 wurde ein Hauptgefreiter unterstützt. Seine Ehefrau war nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben und hinterlässt neben dem Witwer drei Kinder.

Getreu ihrem Motto „Wir helfen Menschen“, möchte die Härtefallstiftung noch breiter in der Bundeswehr wirken. Dazu Bernhard Gertz: „Menschen helfen zu können, motiviert uns und erfüllt uns mit Freude. Wir hoffen, durch die Patenschaft über Manni einen noch größeren Wirkungskreis zu erschließen und noch besser helfen zu können! Wir freuen uns sehr auf das gemeinsame Wirken!“

Das Sozialwerk der Gebirgstruppe e. V. im Kameradenkreis der Gebirgstruppe e. V. unterstützt Soldatinnen und Soldaten der Gebirgstruppe, wenn sie an den Folgen des Dienstes leiden und ohne eigenes Verschulden in Not geraten sind. Im Sinne einer starken Gemeinschaft werden auch Hinterbliebene und Familienangehörige von Soldatinnen und Soldaten der Gebirgstruppe unterstützt. Vorstandsvorsitzender ist Oberst a.D. Manfred Benkel.

Das Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230 der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall ist die einzige pferdehaltende Dienststelle der Bundeswehr. Sie ist die zentrale Einrichtung für die Ausbildung und den Einsatz von Trag- und Reittieren. Ihr Kernauftrag ist die Unterstützung beim Transport im schwierigen bis extremen Gelände und unter extremen klimatischen Bedingungen. Die Tragtierführer stellen mit ihren Tragtieren die Versorgung mit allen erdenklichen Gütern und den Transport auch in die entlegensten Gebirgspassagen sicher. Dienststellenleiterin ist seit 2017 Oberfeldveterinär Heike Henseler.

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