MUTMACHER: Engagierte Abgeordnete übernehmen Schirmherrschaft

Berlin. Die Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge (CDU) und Johannes Arlt (SPD) haben die Schirmherrschaft über MUTMACHER übernommen. Beide Verteidigungspolitiker unterstützen das Engagement der Härtefallstiftung und der Familienstiftung für besonders belastete Bundeswehrfamilien aus tiefer persönlicher Überzeugung.

Am 26.04.2023 haben MdB Kerstin Vieregge und MdB Johannes Arlt die Schirmherrschaft über das Gemeinschaftsprojekt MUTMACHER – stark für Bundeswehrfamilien übernommen. Der Stellvertretende Vorsitzende der Härtefallstiftung, Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner, hat den Verteidigungspolitikern im Deutschen Bundestag die Ernennungsurkunden überreicht.

Im Projekt MUTMACHER – stark für Bundeswehrfamilien fördern die Deutsche Härtefallstiftung (DHS) und die Katholische Familienstiftung für Soldaten (KFS) in Zusammenarbeit mit Oberstarzt Prof. Dr. Peter Zimmermann vom Psychotraumazentrum der Bundeswehr seit 2021 die Entwicklung und Umsetzung von ergänzenden Hilfsangeboten.

Die Behandlung der Krankheitsbilder Angst und Depression sowie der einsatzbedingten psychoreaktiven Folgestörungen stehen dabei im Fokus. Vor allem geht es um die Entwicklung geeigneter Materialien und Formate, die dabei helfen, den Angehörigen und Kindern der betroffenen Soldatinnen und Soldaten die psychischen Krankheitsbilder und angewandte Therapien zu vermitteln.

„Es freut uns besonders, dass sich Kerstin Vieregge und Johannes Arlt bereit erklärt haben, unser MUTMACHER-Projekt so prominent zu unterstützen. Beide Abgeordneten setzen sich nicht nur als Verteidigungspolitiker für die Bundeswehr ein, sie sind auch aktive Mitstreiter im Stiftungsrat der Härtefallstiftung“, sagte Baumgärtner.

Die bisherigen Schirmherren von MUTMACHER, Gisela Manderla und Dr. Karl-Heinz Brunner, sind bei der letzten Bundestagswahl aus dem Parlament ausgeschieden. Baumgärtner dankte den ehemaligen Parlamentariern für ihr herausragendes Engagement, zumal sie das Projekt von der ersten Stunde an tatkräftig unterstützt haben.

Während der feierlichen Übergabe im Jakob-Kaiser-Haus lobten die neuen Schirmherren die Zusammenarbeit von Härtefallstiftung, Familienstiftung und Psychotraumazentrum der Bundeswehr für besonders belastete Familien.

Kerstin Vieregge hob die Bedeutung von ergänzenden Maßnahmen im Heilungsprozess hervor: „Bei der Betreuung von geschädigten Menschen hat sich in den vergangenen Jahren viel getan, aber wir müssen Familien und das nahe Umfeld der Betroffenen noch stärker in den Blick nehmen.“ Laut Vieregge besteht trotz aller Fortschritte deutlicher Verbesserungsbedarf.

Johannes Arlt liegen die Veteranen und ihre Familien besonders am Herzen: „Es geht hier nicht nur um gesellschaftliche Wertschätzung. Das Angebot der Bundeswehr muss insgesamt besser werden. Familien müssen bei Betreuungsmaßnahmen und in der Therapie von Geschädigten mitgedacht werden.“ MUTMACHER setze hier Maßstäbe. Dies werde etwa an dem Seminar „Löwenstarke Familienwoche“ deutlich, das zusammen mit dem Sozialdienst der Bundeswehr durchgeführt wird.

Baumgärtner betonte, dass die Arbeit mit Angehörigen ein wichtiger Bestandteil des gemeinnützigen Engagements der Härtefallstiftung ist: „Nach Einschätzung von Experten sind psychische Erkrankungen auch ein in der Bundeswehr häufig auftretendes Problem. Daher ist die Entwicklung militärspezifischer therapeutischer Ansätze und interdisziplinärer Betreuungsprogramme von herausgehobener Bedeutung.“ Hierfür werde sich die Härtefallstiftung auch in Zukunft starkmachen, fuhr Baumgärtner fort.

Kerstin Vieregge ist Betriebswirtin und seit der Bundestagswahl 2017 Mitglied des Deutschen Bundestags. Vieregge ist ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss und wurde im Januar 2022 zur Obfrau der CDU/CSU Fraktion im Verteidigungsausschuss ernannt. Zudem ist sie seit Juli 2022 Mitglied im Untersuchungsausschuss zum Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Seit 2018 ist Kerstin Vieregge Mitglied im Stiftungsrat der Deutschen Härtefallstiftung.

Johannes Arlt ist Berufsoffizier und seit der Bundestagswahl 2019 Mitglied des Deutschen Bundestags. Arlt nahm zwischen 2014 und 2019 an sieben besonderen Auslandsverwendungen der Bundeswehr (ISAF und RSM in Afghanistan sowie MINUSMA in Mali) teil. Er ist direkt gewählter Abgeordneter des Bundestagswahlkreises Mecklenburgische Seenplatte II – Landkreis Rostock III und ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss. Seit 2022 ist Johannes Arlt Mitglied im Stiftungsrat der Deutschen Härtefallstiftung.

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