Wehrbeauftragte: Nachbesserungsbedarf bei Härtefallstiftung

Berlin. Viel Lob erhält die Deutsche Härtefallstiftung von der Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags. Aber Dr. Eva Högl mahnt in ihrem Jahresbericht 2023 auch Verbesserungen bei der Härtefallstiftung an. Nachbesserungsbedarf sieht die Wehrbeauftragte insbesondere bei der personellen Ausstattung der Geschäftsstelle.

Für ihre schnelle und unbürokratische Hilfe dankt die Wehrbeauftragte der Härtefallstiftung und hebt gleichzeitig die fortwährend steigenden Antragseingänge hervor: „Im Berichtsjahr hat die Härtefallstiftung wieder zahlreiche einsatzgeschädigte aktive und ehemalige Bundeswehrangehörige im Fall einer besonderen Notlage unterstützt. Um die steigenden Antragszahlen zügig bewältigen zu können, ist es erforderlich, dass die Geschäftsstelle der Stiftung adäquat personell ausgestattet ist.“

Die Zahlen lassen keine Zweifel aufkommen: Noch nie zuvor konnte die Stiftung so vielen Menschen in besonderen Notlagen helfen. 2023 sind so viele Anträge wie nie zuvor in der Geschäftsstelle eingegangen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben insgesamt 112 Anträge abschließend bearbeitet. Unterstützungsleistungen in Höhe von knapp 2,4 Mio. Euro wurden ausgezahlt.

Organisationen wie die Härtefallstiftung unterstützen Bundeswehrangehörige und ihre Familien, wenn sie Entbehrungen und Belastungen zu tragen haben. Am Beispiel PTBS-Assistenzhunde macht die Wehrbeauftragte dies deutlich. Wenn etwa Kosten für psychisch einsatzgeschädigte Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Heilfürsorge nicht übernommen werden, springt die Härtefallstiftung bei Vorliegen aller nötigen Voraussetzungen ein.

Ebenso wären laut Högl Formate für besonders belastete Soldatenfamilien, wie die im Rahmen des MUTMACHER-Projekts entstandene „Löwenstarke Familienwoche“, ohne die finanzielle Unterstützung der Härtefallstiftung undenkbar. Dieses vom Sozialdienst der Bundeswehr durchgeführte Seminar soll Familien noch stärker in den Fokus nehmen und diese durch zukunftsfähige Selbsthilfe dauerhaft stärken.

Auch der Veteranenkomplex bekommt im Jahresbericht einen deutlichen Stellenwert beigemessen. Gut so! Denn Veteranen sind ein bedeutendes Gestaltungsfeld für die Deutsche Härtefallstiftung – Neben aktiven Soldatinnen und Soldaten kümmert sich die Härtefallstiftung auch um die vielen ehemaligen Bundeswehrangehörigen, die unter Einsatzfolgen leiden.

Die Vollversion des Jahresberichts 2023 der Wehrbeauftragten steht im Internet unter der Verknüpfung https://www.bundestag.de/parlament/wehrbeauftragte im PDF-Format sowie als E-Book zum Download bereit.

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