Zehn Jahre Deutsche Härtefallstiftung – Zehn Jahre Rettungsanker in der Not

Berlin. Seit mittlerweile zehn Jahren hilft die Deutsche Härtefallstiftung Menschen in Not. Ende November lud der langjährige Vorsitzende der Stiftung, Oberst a.D. Bernhard Gertz deswegen zu einem Festakt in die Räumlichkeiten der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft, um das Jubiläum mit Wegbegleitern zu feiern.

Die Schirmherrin der Veranstaltung, die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Verteidigung, Siemtje Möller, nannte die Einrichtung der Härtefallstiftung einen wichtigen Schritt der Anerkennung. Zehn Jahre Deutsche Härtefallstiftung bedeuteten zehn Jahre Rettungsanker für Bundeswehrangehörige, die nach Verwundungen an Leib und Seele in Not geraten seien. Die Stiftung helfe, wo das Versorgungsrecht infolge rechtlicher Vorgaben und besonderer Lebensumstände an seine Grenzen stoße.

Auch der Bundesvorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberst André Wüstner, lobte die Härtefallstiftung in seiner Rede für Ihren unermüdlichen Einsatz. Wüster wurde in diesem Jahr zum Vorsitzenden des Stiftungsrats der Deutschen Härtefallstiftung gewählt. Die Gründung der Härtefallstiftung ist auch ein Erfolg des DBwV, der immer wieder auf die Lücken im Versorgungssystem hingewiesen hatte – damals insbesondere für Radarstrahlengeschädigte. Mittlerweile kümmert sich die Stiftung um ganz unterschiedliche Härtefälle in der Bundeswehr, allen voran psychisch Einsatzgeschädigte. „Heute müssen wir für die Weitsicht dankbar sein, die von den Gründervätern bei der Formulierung des Stiftungszwecks bewiesen worden ist: Hätten sie sich ausschließlich auf Fälle von Störstrahlung durch Radargeräte beschränkt, könnten wir heute in den vielen Härtefällen aufgrund von Erkrankungen an PTBS und in sonstigen Härtefällen keine Unterstützungsleistungen bereitstellen“, gab der frühere DBwV-Bundesvorsitzende Gertz in seiner Ansprache zu Bedenken. Unter den hochrangigen Zuhörern fanden sich unter anderem der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, sowie zahlreiche Abgeordnete des Deutschen Bundestages.

Um auch Betroffenen eine Stimme zu geben, zeigte die Härtefallstiftung das neue Musikvideo zum Lied „PTBS“ von Mazibora. Hinter dem Künstlernamen steckt Stephan Kremer, ein ehemaliger Antragssteller der Härtefallstiftung. Kremer, der auch am Festakt teilnahm, leidet als Afghanistanveteran unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und hat in dem Song seine Krankheit und seine traumatischen Erinnerungen an den Einsatz verarbeitet.

Die Härtefallstiftung hatte den Clip finanziert. Ein Gedanke dahinter: Noch immer ist in Gesellschaft und Bundeswehr zu wenig über die Krankheit bekannt. Das Musikvideo bestärkt andere PTBS-Erkrankte und erreicht möglicherweise auch solche Menschen, die sich mit dem Thema bislang noch nicht auseinandergesetzt haben. „Ein eindrucksvolles Video, das den Zuschauer emotional mitnimmt“, sagte Stefan Sprengers, Vorsitzender Sanität und Themenverantwortlicher PTBS im DBwV-Bundesvorstand im Nachgang.

Wie an den Zahlen deutlich wird, ist der Bedarf an Unterstützung für Menschen mit einsatzbedingten psychischen Problemlagen gestiegen. „Prognostisch wird uns die Arbeit in den kommenden Jahren nicht ausgehen“ stellt Gertz in seiner Ansprache fest. „Wenn man Experten Glauben schenkt, wirken die vielfältigen Einsätze der Bundeswehr nach“. Die Zahlen sind eindeutig: Allein im November 2022 sind bei der Härtefallstiftung 19 Anträge auf Unterstützungsleistungen eingegangen – ein Großteil davon von Einsatzgeschädigten.

Damit bleibe für die Härtefallstiftung auch im zehnten Jahr ihres Bestehens viel zu tun, so das positive Fazit von Bernhard Gertz: „Menschen helfen zu können, motiviert uns und erfüllt uns mit Freude.“

 
 

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